Sehr geehrte Aktionäre,

2018 war ein weiteres erfolgreiches Jahr für SIMONA. Der Konzernumsatz überstieg erstmals die 400-Mio.-EUR-Marke. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) konnten wir um mehr als 31 Prozent auf 32,3 Mio. EUR steigern. Das ist der höchste Wert in unserer Unternehmensgeschichte.

Organisch sind wir in den USA mit plus 10 Mio. EUR stark und in Europa mit plus 4 Mio. EUR solide gewachsen. Die Akqui­sition von PMC – einem US-amerikanischen Extrusions­unternehmen – hat mit ca. 9 Mio. EUR zum Wachstum beigetragen.

Mit dem wirtschaftlichen Erfolg sind wir zufrieden. Wir haben ein EBIT von 33,2 Mio. EUR erwirtschaftet, was einer EBIT-Marge von 8,0 Prozent entspricht. Damit liegen wir im Rahmen unserer Prog­nose von 7 bis 9 Prozent. Ihnen, sehr verehrte Aktionäre, schlagen wir eine Dividende von 14,00 EUR pro Aktie vor. Damit steigern wir zum vierten Mal in fünf Jahren die Dividende und bieten Ihnen weiterhin eine langfristig orientierte Beteiligung am Unternehmens­erfolg. Das drückt sich auch im Ergebnis je Aktie aus, das auf 40,24 EUR gegenüber 29,08 EUR im Vorjahr gestiegen ist.

Entwicklung in den Regionen

Der Blick auf die Regionen zeigt, dass Amerika erneut Treiber unseres Wachstums war, nicht nur aufgrund der Akquisition von PMC. In einer nach wie vor sehr dynamischen Flugzeugindustrie ist es unserem Tochterunternehmen SIMONA boltaron gelungen, seine Marktposition bei Kunststoffplatten für die Flugzeug­innen­ausstattung auszubauen. Aber auch unser klassisches Industrie­geschäft hat sich positiv entwickelt. Asien war vor dem Hintergrund der nachlassenden Konjunktur in China stabil und konnte das hohe Niveau des Vorjahres behaupten. In Europa haben wir eine uneinheitliche Entwicklung gesehen. Während wir in der D-A-CH-Region ein gutes Wachstum erzielen konnten, litt Westeuropa unter einer schwachen Entwicklung, vor allem in Frankreich und Italien. In Osteuropa konnten wir ein leichtes Umsatz­plus verzeichnen.

Entwicklung in den Produktbereichen

In beiden Produktgruppen konnten wir im Geschäftsjahr 2018 wachsen. Der Produktbereich Halbzeuge und Fertigteile konnte die Umsatzerlöse um 6,3 Prozent steigern. Die Entwicklung war geprägt von einem starken Geschäft mit Platten für Aviation- Anwendungen, einem stabilen Geschäft im Kerngeschäft der chemischen Prozessindustrie und einem schwachen Geschäft mit Bau- und Werbeanwendungen. Im Produktbereich Rohre und Formteile haben wir unsere Wachstumsziele dank eines starken vierten Quartals erreicht und die Umsatzerlöse um 4,9 Prozent gesteigert. Treiber war ein weltweit positives Industriegeschäft. Mit Rohr- und Formteilprodukten für die Infrastruktur konnten in Deutschland und Osteuropa Zuwächse erzielt werden.

Was haben wir in 2018 strategisch erreicht?

Die in 2017 beschlossene Neuausrichtung unserer Division Rohre und Formteile ist in Umsetzung und trägt erste Früchte. Wir inves­tieren in Fertigung sowie neue Produkte und planen, marktseitig Stellen aufzubauen. Ziel ist, bis 2022 einen Umsatz von über 100 Mio. EUR bei mindestens gleicher Profitabilität zu erreichen. Im Produktbereich Halbzeuge bestätigt die Akquisi­tion von PMC unseren Kurs, die Signifikanz in den USA weiter auszubauen. PMC ergänzt unsere Kernkompetenz Extrusion und erlaubt uns den Zugang zu neuen Materialien und Märkten. Darüber hinaus diver­sifizieren wir unser Produktportfolio und erweitern unsere Markt­position in den USA. Im Zuge der Akquisition von PMC haben wir auch die gesellschaftsrechtliche Struktur in den USA neu geordnet und ab 2019 unter der neu gegründeten SIMONA AMERICA Group in drei operativen Einheiten gebündelt.

Neue Führungsstruktur

Unsere Führungsstruktur haben wir auf die Zukunft vorbereitet. Mit Dr. Jochen Hauck hat ein erfahrener Fachmann der Kunststoff­industrie zum 01. Januar 2019 die Rolle des COO übernommen. Dirk Möller, der fast 25 Jahre als COO Verantwortung im Vorstand getragen hat, wird noch bis Mitte dieses Jahres an Bord sein, um einen kontinuierlichen Übergang zu gewährleisten. Im RessortFinanzen und Verwaltung haben wir diesen Übergang bereits zur Mitte des Jahres 2018 vollzogen und mit Michael Schmitz einen internen Nachfolger als CFO der SIMONA Gruppe für den in den Ruhestand getretenen Fredy Hiltmann gefunden. Ich habe angekündigt, meinen im Oktober 2019 auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Das hat rein persönliche Gründe. Die früh­zeitige Ankündigung gibt SIMONA ausreichend Zeit, einen geeigneten Nachfolger zu finden.

Ziele und Ausblicke 2019

Für 2019 haben wir drei strategische Kernziele definiert. Eine Überprüfung unserer Halbzeug-Strategie in Europa, die Signifikanz in Asien zu erhöhen und ein globales Geschäftsmodell für den wachsenden Markt der Halbleiterindustrie zu etablieren.

Wir wollen auch im laufenden Geschäftsjahr wachsen und gehen davon aus, einen Konzernumsatz von 435–450 Mio. EUR zu er­reichen und streben eine EBIT-Marge von 6–8 Prozent an. Das erfordert hohe Anstrengungen im Umfeld einer sich eintrübenden Weltkonjunktur mit zunehmenden Risiken. Wir sind darauf gut vor­bereitet und wollen auch 2019 zu einem erfolgreichen Ge­schäftsjahr machen.

Sehr geehrte Aktionäre,
was macht SIMONA wertvoll – was ist unsere Unternehmens-DNA? Auf diese Fragen haben wir Antworten bei unseren Stakeholdern gesucht und wollten wissen, was sie sich von SIMONA in Zukunft wünschen. Entstanden sind inte­ressante Portraits mit spannenden Einblicken von Kunden, Aktionären, Lieferanten und Mitarbeitenden. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre.

Ihr

Wolfgang Moyses
CEO, Vorsitzender des Vorstandes